Historisches Engagement · 2009–2025

Kinderheim
in Indien.

Diese Geschichte begann 2009. Sie hat uns und viele andere Menschen mehr als 15 Jahre begleitet.

Die Vorgeschichte

2009 besuchten wir das Kinderheim zum ersten Mal.

Auf einer Reise durch Tamil Nadu lernten wir George kennen. Er leitete gemeinsam mit Vinothini und Suganya das Mercy Children Home nahe Dindigul und lud uns ein, das Heim zu besuchen.

Wir sind seiner Einladung gefolgt. Die Wärme, das gemeinsame Leben und die Fröhlichkeit der Mädchen haben uns tief berührt. Nach diesem Besuch versprachen wir George, das Kinderheim zu unterstützen.

Noch 2009 gründeten wir gemeinsam mit Freundinnen und Freunden in Hamburg den Verein Sehen und Handeln. Wir beide gehörten dem Vorstand an und haben die Arbeit des Vereins im Wesentlichen selbst getragen. In den folgenden Jahren waren wir mehrfach vor Ort. Lina lebte vier Monate im Heim und lernte den Alltag, die Bedürfnisse und die Schwierigkeiten sehr genau kennen.

Erster Besuch 2009

So haben wir das Kinderheim 2009 kennengelernt.

Die Aufnahmen stammen von unserem ersten Besuch. Sie erinnern uns an das gemeinsame Leben, an die vielen Gespräche und an einen Ort, der für die Mädchen ein Zuhause war.

Was gemeinsam möglich wurde

Viele Mädchen haben heute ihren eigenen Weg gefunden.

Mit den Spenden konnten wir den Mädchen ein geschütztes Zuhause, Schulbildung und weiterführende Wege ermöglichen. Viele der jungen Frauen haben inzwischen die Schule abgeschlossen, ein großer Teil hat studiert, viele arbeiten und einige haben eigene Familien gegründet. Das zu wissen macht uns sehr glücklich und dankbar.

Die Geschichte in Kürze

Mehr als 15 gemeinsame Jahre.

Das Kinderheim wurde vom früheren Verein Sehen und Handeln unterstützt. Die Junity Stiftung wurde erst viele Jahre später von uns beiden gegründet.

2009

Erster Besuch

Wir lernen George, Vinothini, Suganya und die Mädchen kennen und sagen unsere Unterstützung zu.

2009

Vereinsgründung

Gemeinsam mit Freundinnen und Freunden gründen wir Sehen und Handeln. Wir beide übernehmen den Vorstand und die laufende Vereinsarbeit.

15+ Jahre

Verlässlich begleitet

Viele Menschen unterstützen das Heim regelmäßig. Gemeinsam ermöglichen wir Alltag, Bildung und neue Lebenswege.

2025

Projektende

Die rechtlichen Hürden in Indien verhindern eine verlässliche Fortführung. Wir beenden das Projekt schweren Herzens.

Warum es endete

2025 mussten wir Abschied von diesem Projekt nehmen.

Nach der Pandemie wurden die Rahmenbedingungen für kleine Organisationen, die aus dem Ausland unterstützt wurden, immer schwieriger. Genehmigungen verzögerten sich, Konten wurden gesperrt und Lizenzen nicht verlängert. Schließlich konnten wir unsere Spenden nicht mehr zuverlässig an das Heim überweisen.

Wir haben lange nach einer Lösung gesucht. Gemeinsam mit Terre des Hommes versuchten wir zuletzt, die notwendige Akkreditierung wiederzuerlangen. Nach vielen Monaten mussten wir akzeptieren, dass die Belastungen, gesundheitlichen Sorgen und politischen Widerstände für George und Vinothini zu groß geworden waren.

Die Entscheidung fiel uns sehr schwer. Wir sind George, Vinothini, Suganya und den jungen Frauen bis heute verbunden. Wir sind dankbar für die vielen gemeinsamen Jahre und für alle Menschen, die diese Arbeit möglich gemacht haben.

Wir möchten Sehen und Handeln unter dem Dach von Junity weiterführen.

Sehen und Handeln heute