Unser erster Besuch
Wir lernen George und das Kinderheim kennen. Schon nach dem ersten Tag wissen wir, dass wir helfen möchten.
Seit 2009 · Entwicklungszusammenarbeit
2009 waren wir auf einer Reise durch Südindien. Dort lernten wir George kennen, den Leiter des Mercy Children Home in Tamil Nadu. Er lud uns ein, das Kinderheim zu besuchen. Dieser erste Besuch hat uns tief berührt und wurde der Anfang von mehr als 15 gemeinsamen Jahren.
NäheWir waren mehrfach vor Ort und haben versucht, den Alltag, die Menschen und auch die Schwierigkeiten wirklich zu verstehen.
VerlässlichkeitWir wollten dauerhaft Verantwortung übernehmen und das Kinderheim über viele Jahre begleiten.
Wie alles begann
Nach unserem ersten Besuch haben wir George versprochen, das Kinderheim finanziell zu unterstützen. Noch im selben Jahr gründeten wir gemeinsam mit Freundinnen und Freunden den gemeinnützigen Verein Sehen und Handeln.
Wir beide – Lina und Jan – gehörten dem Vorstand an und haben die Arbeit des Vereins über die Jahre im Wesentlichen selbst getragen. Wir sind immer wieder nach Tamil Nadu gereist. Lina lebte vier Monate im Kinderheim. In dieser Zeit lernte sie den Alltag, die Bedürfnisse und die Schwierigkeiten vor Ort sehr genau kennen. Über die Jahre wuchs eine enge Verbindung zu George, Vinothini, Suganya und den Mädchen.
Viele Menschen haben uns mit regelmäßigen und einmaligen Spenden begleitet. Sie haben damit das tägliche Leben im Heim, die Schulbildung der Mädchen und später auch Ausbildungen und Studiengänge ermöglicht. Dafür sind wir von ganzem Herzen dankbar.
Der gemeinsame Weg
Wir lernen George und das Kinderheim kennen. Schon nach dem ersten Tag wissen wir, dass wir helfen möchten.
Gemeinsam mit Freundinnen und Freunden gründen wir Sehen und Handeln in Hamburg. Wir beide übernehmen den Vorstand und tragen die Vereinsarbeit.
Viele Spenderinnen und Spender begleiten uns. Gemeinsam ermöglichen wir den Mädchen Schutz, Schulbildung und neue Lebenswege.
Heute gehört Sehen und Handeln zur Junity Stiftung. Spenden mit diesem Verwendungszweck werden ausschließlich für Entwicklungszusammenarbeit eingesetzt.
Was gewachsen ist
Im Kinderheim fanden die Mädchen Schutz, Halt und ein Zuhause. Gemeinsam konnten wir dazu beitragen, dass sie zur Schule gingen und anschließend eine Ausbildung oder ein Studium beginnen konnten.
Viele der jungen Frauen haben heute ihre Schulbildung abgeschlossen. Ein großer Teil hat studiert, viele arbeiten und einige haben eigene Familien gegründet. Zu wissen, wie sich ihr Leben entwickelt hat, erfüllt uns mit großer Dankbarkeit.
Die ganze Geschichte des Kinderheims lesenDas Ende des Kinderheims
Nach der Pandemie wurden die rechtlichen und bürokratischen Hürden für kleine, aus dem Ausland unterstützte Organisationen in Indien immer größer. Genehmigungen verzögerten sich, Konten wurden gesperrt und Lizenzen nicht verlängert.
Wir haben lange gehofft und viele neue Anläufe unternommen. Gemeinsam mit Terre des Hommes versuchten wir zuletzt, die Akkreditierung wiederzuerlangen. Nach vielen Monaten mussten wir akzeptieren, dass die Belastungen für George und Vinothini zu groß geworden waren. Die Entscheidung hat uns sehr traurig gemacht. Gleichzeitig sind wir dankbar für alles, was in diesen Jahren möglich war.
Sehen und Handeln heute
Deshalb gehört Sehen und Handeln heute zur Junity Stiftung. Wir suchen ein neues Projekt der Entwicklungszusammenarbeit, das wir mit derselben Nähe und Verlässlichkeit begleiten können.
Vielleicht kennen Sie Menschen oder eine Initiative, deren Arbeit zu uns passen könnte. Wir freuen uns sehr, davon zu hören.
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